Jugend-Forscht Hessen-Süd vom 12.2.2026
Robin Geisler (Q4) und Mateo Kokic (Kl. 10) vom Mad Science-Club der GHS haben heute ihr Projekt über die Rotation von Galaxien vorgestellt, den ersten Preis bekommen und sind damit für den Landeswettbewerb qualifiziert. Galaxien – wie unsere Milchstraße – drehen sich. Die beobachtete Rotationsgeschwindigkeit ist allerdings zu schnell für die Gravitation und die Sterne müssten wegfliegen. Da sie das nicht tun, wurde angenommen, dass es im Universum riesige Mengen an dunkler Materie gibt, die wir mit keinem Messinstrument sehen können, die aber dafür sorgt, dass in den Galaxien mehr Masse vorhanden ist. Mehr Masse, mehr Gravitation. Trotz jahrzehnte langer intensiver Suche wurde nie dunkle Materie gefunden, obwohl auch unsere Milchstraße sich viel zu schnell dreht. Robin und Mateo haben an 175 präzise vermessenen Galaxien gezeigt, dass man die fehlende Gravitation auch durch einen kohärenten Effekt eines evaneszenten Gravitationsfeldes verstehen kann. Weil das jetzt wahrscheinlich niemandem etwas sagt, bemühen wir den Vergleich mit einem Magnetfeld: In einem magnetischen Material – ältere kennen vielleicht noch Video- oder Audiokassetten – gibt es sogenannte Weißsche Bezirke, die durch Magnetfelder kohärent ausgerichtet werden. Wenn die Bereiche in die gleiche Richtung orientiert sind, verstärkt sich das Magnetfeld. So ähnlich stellen sich Robin und Mateo das Gravitationsfeld vor … und schon klappt es mit der Gravitation und der Rotationsgeschwindigkeit. Das Projekt wurde von Dr. Dlabal betreut.

